Einkaufen, kochen, gemeinsam essen – vieles davon verändert sich, wenn eine Krebs­erkrankung das Leben bestimmt. Was früher selbst­verständlich war, wird plötzlich schwierig: Der vertraute Duft eines Lieblings­gerichts, der veränderte Geschmack, die Lust auf Essen, die einfach fehlt. Angehörige wollen helfen, anregen, motivieren – und stoßen doch oft auf Miss­verständ­nisse oder Widerstand.

„Iss doch wenigstens ein bisschen“ – was liebevoll gemeint ist, kann schnell zum Stress­faktor werden. Denn wenn Appetit oder Geschmack verloren gehen oder es an Energie zum Essen fehlt, braucht Unter­stützung Fingerspitzengefühl.

Wir sprechen darüber, wie Angehörige Ernährung und Essalltag achtsam begleiten können: mit Verständnis, Geduld und Offenheit für individuelle Bedürfnisse. Es geht um kleine Gesten, gemeinsame Rituale, das Wieder­entdecken von Genuss­momenten – und darum, wie Essen wieder ein Stück Normalität und Nähe bringen kann, statt Druck zu erzeugen. Denn Ernährung ist mehr als Nahrungs­aufnahme – sie ist Teil von Nähe, Fürsorge und Lebensqualität.

Zum Abschluss laden wir in die Küche ein – zum Probieren, Austauschen und Mitnehmen von Ideen, die guttun, stärken und verbinden.

In dieser Veranstaltung erfahren Sie, wie wichtig das Halten eines stabilen Körpergewichts während einer Erkrankung ist. Sie lernen, welche Auswirkungen Gewichtsverlust auf den Krankheitsverlauf und die Therapie haben kann und welche Rolle die Ernährung dabei spielt. Praxisnahe Tipps und Strategien unterstützen Sie dabei, den Körper bestmöglich zu stärken.
Der Vortrag verbindet fundiertes Fachwissen mit verständlichen Erklärungen und gibt Ihnen konkrete Handlungsempfehlungen an die Hand. Neben den medizinischen Hintergründen werden Sie erfahren, wie Sie durch bewusste Ernährung und Gewichtsmanagement aktiv zur eigenen Genesung beitragen können.

Warum ist das Thema so wichtig?

Ein stabiler Ernährungszustand beeinflusst maßgeblich die Therapiefähigkeit, die Lebensqualität und die Genesungschancen. Gewichtsverlust während der Erkrankung ist leider häufig und kann den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen. Deshalb ist es entscheidend, frühzeitig gegenzusteuern und den Körper bestmöglich zu unterstützen. Dieses Wissen kann Ihnen helfen, aktiv mitzuwirken und Unsicherheiten zu reduzieren.

Während einer Tumor­­erkrankung gerät die Verdauung häufig aus dem Gleich­­gewicht – sei es durch die Erkrankung selbst oder als Folge der Chemo­­therapie oder einer Operation. Übel­­keit, Durch­­­fall, Verstopfung oder Appetit­­losigkeit sind typische Neben­­wirkungen, die den Alltag und das Wohl­­befinden stark beeinträchtigen können. Auch die Schleim­­häute im Magen-Darm-Trakt und die Darm­­flora werden oft in Mitleiden­­schaft gezogen. Eine individuell angepasste Ernährung und ggf. unter­­stützende Medikamente können helfen, die Beschwerden zu lindern und die Lebens­­qualität zu verbessern.

Warum ist das Thema so wichtig?

Verdauungs­­beschwerden gehören zu den häufigsten und belastendsten Neben­­wirkungen einer Tumor­­therapie. Sie beeinträchtigen nicht nur das körper­liche Wohl­­befinden, sondern auch die Ernährung, das Immun­­system und die Lebens­­qualität der Betroffenen. Eine gestörte Verdauung kann zudem den Therapie­­erfolg gefährden, wenn wichtige Nähr­stoffe nicht ausreichend aufgenommen werden. Deshalb ist es entscheidend, früh­zeitig gegen­­zusteuern und individuell abgestimmte Maß­nahmen zu ergreifen.

Bereiten Sie im Anschluss an den Vortrag ein passendes Rezept in der gemütlichen Küche vom SURVIVORS HOME zu. Genießen Sie die Köst­lichkeit und den gemeinsamen Austausch.